Ein Handballmärchen wird wahr!

Die ASKUMA AG gratuliert dem SV 64 Zweibrücken zum Aufstieg in Liga 3!

© SV 64 Zweibrücken e.V.

Das von der ASKUMA AG gesponserte Team hat den Aufstieg in die 3. Handball Bundesliga geschafft. Eine sehr intensive Saison mit vielen Höhen und Tiefen ging an diesem Wochenende zu Ende. Doch mit dieser Meisterschaft und vor allem der eindrucksvollen Art und Weise war vor der Saison wohl kaum zu rechnen. Eine Serie von 15 Spielen in Folge ohne Niederlage war sicherlich der Grundstein für dieses kleine Zweibrücker Handballmärchen. Aber auch die Big Points konnte sich der SV 64 in dieser Saison nahezu immer sichern. Gegen die beiden ärgsten Konkurrenten, den Lokalrivalen VTZ Saarpfalz und die TSG Hassloch, konnte man immerhin von acht möglichen Punkten fünf ergattern.

Was sind die Gründe für den Aufstieg?

Anders aber als in den Jahren zuvor, stellt die Mannschaft nicht nur eine der stärkste Angriffsmannschaften dar, nein, dieses Jahr stellt der SV 64 Zweibrücken sogar eine der beiden stärksten Abwehrreihen der Liga. Auch dieses Mal bestätigt sich der Spruch “Im Angriff werden Spiele gewonnen, in der Abwehr Meisterschaften!”. Ihre sehr leidenschaftliche Art und Weise Abwehr zu spielen, gepaart mit sehr viel Disziplin und der optimalen Taktik, machten aus dieser Abwehr ein nahezu undurchdringliches Gebilde. Nicht wenige Mannschaften mussten sich früher oder später dieser Abwehr geschlagen geben. So verwundert es auch nicht, dass es Mannschaften gab, die nicht über 13 Tore hinausgekommen sind. Handballkenner werden sich natürlich die Frage stellen, ob ich den jetzt eine Halbzeit meine. Nein – ich meine volle 60 Spielminuten nur 13 Gegentore, chapeau meine Herren! Aber auch im Angriff wusste der SV 64 zu gefallen. Schließlich haben sie ja auch vier Mal die 40 Tore Marke geknackt.

© SV 64 Zweibrücken e.V.

Eine tolle Saison mit tollen Spielen, viel Freud aber auch viel Leid, hatte am 19.05.2012 dann endlich ihr Ende. Wir erinnern uns gerne an den Auswärtserfolg in Eppelborn bei der HF Illtal, eine reine Abwehrschlacht, welche die Zweibrücker Löwen mit 17:19 für sich entscheiden konnten. Aber auch der Punktgewinn bei der TSG Hassloch war sicherlich ein tolles Ergebnis für das junge Löwenrudel. Nicht zu vergessen ist auch das Angriffsspektakel in Moselweiss, welches der SV 64 mit 36:39 für sich entscheiden konnten. Neben all diesen Erfolgen gab es aber auch bittere Niederlagen, sei es die einzige Heimniederlage gegen den VTV Mundenheim, die Niederlage in Offenbach als in letzter Sekunden noch ein 7-Meter vergeben wurde, oder die Niederlage am vorletzten Spieltag bei dem HV Vallendar. Doch all dies hat das junge Löwenrudel nicht umgeworfen. Es hat es nur gieriger, hungriger gemacht.

Trotzdem war all das nicht zu Vergleichen mit den Spielen gegen den Lokalrivalen, die VT Zweibrücken Saarpfalz. Stand man doch immer im Schatten der großen VT Zweibrücken, konnte man sich dieses Jahr endlich davon befreien und steht nun endlich mindestens auf Augenhöhe. Im Hinspiel gelang dem SV 64 der heißersehnte Sieg gegen die VTZ, nachdem sie letzte Saison in beiden Anläufen nahezu chancenlos waren. Doch dieses Jahr schafften sie die Überraschung und dies auch mehr als verdient. Viele sehen diesen Sieg aus der Hinrunde immer noch als den wahrscheinlich mit entscheidenden für den heutigen Aufstieg. Dieser Sieg war der Start für 14 weitere Spiele ohne Niederlage. Die nächsten beiden innerstädtischen Vergleiche gingen zwar Verloren, doch auch hier zeigte die junge Rasselbande der Löwen jedes Mal eine sehr couragierte Leistung und wusste zwar nicht immer spielerisch zu brillieren, aber doch immer leidenschaftlich zu kämpfen.

© SV 64 Zweibrücken e.V.

Die Entscheidung

Am vorletzten Spieltag der Oberliga RPS hatte der SV 64 somit seinen ersten von zwei Matchbällen. Man hatte zwei Punkte Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger, die TSG Hassloch, sowie den Vorteil aus dem direkten Vergleich dieser beiden Mannschaften. Große Rechenkünste waren also nicht mehr von Nöten. Gewinnt der SV 64 Zweibrücken eines der beiden letzten Spiele, ist man Meister und aufgestiegen in Liga 3. Sollte der SV 64 nicht mindestens zwei Punkte holen, hätte Hassloch noch rechnerische Chancen auf die Meisterschaft. Jeder Sportler weiß aber um den Druck den man kurz vor der Ziellinie verspürt und möchte es nun so schnell wie möglich in trockene Tücher bringen. So war es dann auch die Vorgabe der Löwenbande aus Zweibrücken beide Punkte aus Vallendar, eines der Spitzenteams der Liga und bekannt für ihre Heimstärke, zu entführen und damit dem Showdown am letzten Spieltag aus dem Weg zu gehen.
Allerdings kam es anders als geplant. Die heimstarke Mannschaft aus Vallendar ließ das Spiel des SV niemals zur Entfaltung kommen und konnte am Ende glücklich aber verdient mit 28:25 gewinnen. Somit hatte die TSG Hassloch nun die Möglichkeit den Druck nochmals zu erhöhen und sich Chancen auf die Meisterschaft auszurechnen. Allerdings hatte die TSG auch keinen leichten Gegner und durfte zur VT Zweibrücken Saarpfalz nach Zweibrücken reisen. Sollte nun der Lokalrivale also das Zünglein an der Waage werden? Werden sie überhaupt 100% abrufen? Viel wurde vorher spekuliert, was den Ausgang dieses Spiels bei einer Niederlage des SV 64 anging. Doch das Team der VTZ Saarpfalz wollte sich mit ihrem letzten Heimspiel noch mal gebührend von ihren Fans verabschieden und diesen Sieg um jeden Preis erzwingen. So gingen sie auch in die Partie und hatten mit Philip Wiese und Johannes Leffer die beiden überragenden Spieler dieses Spiels auf ihrer Seite. Es kam wie es kommen musste. Die VT Zweibrücken bezwang verdient den Tabellenzweiten aus Hassloch und machte somit den Lokalrivalen, den SV 64, vorzeitig zum Meister und Aufsteiger in die 3. Bundesliga.

Nach dem Schlusspfiff ereigneten sich tolle Szenen in der handballverrückten Stadt Zweibrücken. Die Mannschaft der VTZ wurde nicht nur von den eigenen Anhängern gefeiert, nein, auch die Mannschaft des SV 64 sowie ihre Anhänger zeigten sich sichtlich angetan dieser tollen Leistung, dieser Courage und Sportlichkeit, welche der Erzrivale an den Tag legte.

© SV 64 Zweibrücken e.V.

An diesem Wochenende bestritt der designierte Meister der Oberliga RPS 2012 nun sein letztes Heimspiel, welches mit 44:33 gegen den TV Moselweiss gewonnen werden konnte. Es war ein Spiel für das Publikum, da es bei beiden Mannschaften am letzten Spieltag um die goldene Ananas ging. Anschließend wurde mit Fans, Freunden und Gönnern gefeiert. Auch die Gästemannschaft aus Moselweiss blieb noch zu den Feierlichkeiten des SV 64 Zweibrücken. Doch auch die Zeit des Feierns darf sich nicht zu lange ziehen. Das Abenteuer Liga 3 bedarf sehr guter Vorbereitung und viel Arbeit, sei es nun im Sponsoring, als auch bei der Planung der Mannschaft. Viel Zeit zum Entspannen ist nicht gegeben.

Wir von der ASKUMA AG wünschen dem SV 64 Zweibrücken weiterhin alles Gute und noch mehr Erfolg für das Abenteuer Liga 3.

Ein Kommentar

  1. Burkholder Klaus sagt:

    Schöner Bericht,
    Dank für eure Unterstützung,
    Dir Oli u.deiner Familie!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    viele Grüße
    Klaus

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